Region
Beschreibung
Schärding, Oberösterreich, Bezirk Schärding, Stadt, 318 m, 5446 Einwohner, 4,08
km2, an der Mündung der Pram in den Inn, gegenüber dem bayerischen Neuhaus am Inn.
- Bezirkshauptmannschaft, Bezirksgericht, Bezirksbauernkammer,
Bezirksgendarmeriekommando, Bezirksschulrat, Bezirkssporthalle, Finanz-,
Vermessungs- und Zollamt, Sicherheitswache, Straßenmeisterei, Pegelstelle Schärding
(Hydrographischer Dienst), Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer,
Berufsförderungsinstitut, Krankenhaus, Kneipp- und Gesundheitszentrum der
Barmherzigen Brüder und Kurhotel Gugerbauer, Bücherei, Sportzentrum,
Bundesgymnasium, Handelsakademie, Berufsschule (gewerblich und kaufmännisch),
Schiffsführerschule Inn-Donau, Wasserwerk, Fernheizwerk, Laufkraftwerk
Schärding-Neuhaus (errichtet 1961, 48 MW); 3884 Beschäftigte (1991), davon rund 70
% im Dienstleistungssektor: vor allem persönliche, soziale und öffentliche Dienste,
Tourismus (77.685 Übernachtungen); 2 Brauereien, Baugewerbe. - Urkundlich 804
"Scardinga", mittelalterliche Burgsiedlung an wichtigen Handels- und Verkehrswegen.
Infolge häufigen Besitzwechsels mehrmalige Verleihung des Stadtrechts (1316, 1364);
ursprünglich bayerisch, seit 1779 bei Österreich. - 2 Stadtplätze, Reste der
Befestigungen (14./15. Jahrhundert) mit Wasser-, Linzer-, Passauertor, so genannte
Kapuzinerschanze (17. Jahrhundert) und Burgruine im Schlosspark; Pfarrkirche mit
gotischem Chor, Langhaus 1720-26 barock umgestaltet, 1814 erneuert, Marmorhochaltar
(1677, aus Regensburg), Theresienaltar mit Bild von J. M. Rottmayr, im Läuthaus
figuraler Grabstein (1428), schmiedeeiserne Grabkreuze (17./18. Jahrhundert);
barocke Kurhauskirche der Barmherzigen Brüder (1635-38, ursprünglich
Kapuzinerkirche, 1930 erneuert); ehemalige Sebastianskirche (seit 1954 evangelische
Kirche), 1635-40 von J. B. Viscardi erbaut, Kruzifix (17. Jahrhundert); Stadtplatz
mit typischer Gretzlbildung; Bürgerhäuser (16.-19. Jahrhundert) mit geschweiften
Barockgiebeln und Rechteckerkern: Rathaus, "bemaltes Haus" mit Fresko um 1640;
städtisches Museum im ehemaligen Vorburgtor.
