Blackbox - Prim. Dr. Merl

RC Linz-Schlossberg

Schwerpunkt: Krankheitsvorsorge und -behandlung

Typ: Lokal

Art: District Grant

Nummer: 6

Teilnehmer

Internationaler Partner: Rotary International (1920)

Host Partner: Linz-Schlossberg (1920)

Clubs: Linz Landhaus (1920), Linz Donau (1920), Gallneukirchen-Gusental (1920), Traun (1920)

Projektziel: Therapie-Projekte für von Covid19 traumatisierte Kinder und Jugendliche

Projektbeginn: 20.06.2021

Projektende: 30.09.2021

Budget: 8.500

Währung: Euro (€)

Land: Österreich

Ort: Linz

Beschreibung:

Das Projekt "Blackbox" von Prim. Dr. Merl findet auf der Kinder- und Jugendpsychiatrie Bettenstation sowie auch auf der Tagesklinik im KUK4 statt und soll mehrere Berufsgruppen verbinden. Es handelt sich dabei um ein theaterpädagogisches Projekt für die Zielgruppe der von Covid-19 traumatisierten Kinder und Jugendlichen, in welches Elemente aus der Tanztherapie und Musiktherapie einfließen. Darüber hinaus ist auch sozialpädagogische und pflegetherapeutische Arbeit gefragt.

Die beteiligten Rotary-Clubs unterstützen das Projekt in Form von Honoraren für Clini-Clowns sowie die Finanzierung diverser Materialien für die Tanztherapie, Musiktherapie und bei theaterpädagogische Kurzprojekte.

  

Projekt-Ziele

 Förderung der Sinne

 Gruppendynamische Prozesse anregen

 Förderung des kreativen Ausdrucks

 Musik, Tanz und Theater als Formen der Ausdrucksmöglichkeiten kennenleren

 Sehen und Gesehen werden, Hören und Gehört werden

 Unterstützung der ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung

 Förderung der Selbstwirksamkeit und Selbstkompetenz

 Stärkung der psychischen Stabilität

 Ernstnehmen der Probleme der jungen Leute

 Schulung der Fremd- und Eigenwahrnehmung

 Förderung der Spiellust

 Begreifen, Darstellen, Beobachten und Reflektieren der eigenen Rolle

 Angst im Dunkeln abbauen.

 

Projekt-Detailbeschreibung

Über mehrere Tage hinweg soll mit einer jeweils gleichbleibenden PatientInnengruppe gearbeitet werden. Wichtig ist es, Probleme und Themen, die die jungen Leute beschäftigen, heraus zu filtern und diese mittels Schwarzlichttheater auf eine Bühne zu bringen, es somit als Sprachrohr zu verwenden. Im Vordergrund steht Improvisation, zum Erarbeiten der Thematik werden auch Übungen des Theaters der Unterdrückten sowie Elemente des Figuren- und Objekttheaters im Einsatz sein. Schwarzlichttheater ist Theater in einem dunklen Raum, welcher mit ultraviolettem Licht bestrahlt wird. Dieses Licht lässt weiße Farben und Neonfarben leuchten. Somit wird nur das jeweils beleuchtete Objekt, beziehungsweise das jeweils bemalte Kostüm oder Körperteile sichtbar.

Es eignet sich daher gut für Personen die noch keine Theater- bzw. Bühnenerfahrungen haben, da die Dunkelheit den DarstellerInnen auch einen gewissen Schutz bietet, auch kleine Fehler auf der Bühne fallen nicht so sehr auf, bzw. ist auch kaum erkennbar, wer hinter den Personen steckt. Als Abschluss soll eine kleine Präsentation bzw. Aufführung stattfinden, die je nach Corona-Auflagen nur einem kleinen Personenkreis oder auch mehr Menschen gezeigt werden kann. Musik und Bewegung spielen beim Schwarzlichttheater eine wesentliche Rolle, da Musik genutzt wird, um Bewegungen zu untermalen. Improvisation steht im Mittelpunkt, dadurch können Themen der Kinder und Jugendlichen herauskristallisiert werden.

Mithilfe von Musikinstrumente werden Stimmungen und Gefühle hörbar und durch die Bewegungen sichtbar. Im Alltag der Kinder und Jugendlichen herrscht oft ein schnelles Tempo durch erhöhten Medienkonsum speziell in der Corona-Zeit. Das Arbeiten im Schwarzlicht bedient sich sehr langsamen Bewegungsabläufen und führt zur Reduzierung der Geschwindigkeit.

Durch das Spielen von Rollen können eigene Verhaltensmuster und auch Haltungen nachhaltig erweitert und verändert werden. Die Aufführung selbst dient als Motivation für zielgerichtetes Arbeiten. Das Endprodukt und der Applaus sollen einen belohnenden Charakter haben und die Möglichkeit geben, geleistetes und selbst kreativ Erschaffenes sichtbar zu machen.

 

Kontaktperson: Dr. Manfred Schmidt

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