17.04.2018

TCM zur Steigerung der Lebensqualität

Gesundheitsvorsorge aus Sicht der TCM - der Traditionellen Chinesischen Medizin

Es gibt Hinweise, wie man ganz einfach die persönliche Gesundheitsvorsorge in die Hand nehmen und in den Alltag integrieren kann.
DI Dr. Claudia Brandner ist TCM-Ernährungsberaterin, QiGong und TaiChi Lehrerin, Shiatsu Praktikerin und noch so einiges mehr ..

Das Ziel der Traditionellen Chinesischen Medizin, der TCM, liegt darin, ein langes und gesundes Leben zu führen.

Die diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen der TCM beruhen auf grundlegenden Denkmodellen. Dazu gehören z.B. Yin und Yang und die 5 Wandlungsphasen. Der Therapeut kann von Fall zu Fall entscheiden, welches Modell sich am besten zur Diagnoseerstellung eignet.

Frau Dr. Brandner hat ursprünglich Mathematik und Wirtschaftswissenschaften studiert, ist aber durch persönliche Erfahrungen zur TCM gekommen.
TCM ist eine 5.000 Jahre alte Erfahrungs- und Beobachtungsmedizin, die es ermöglicht, auf seine Gesundheit selbst aufzupassen.

TCM kennt das "sowohl als auch", wohingegen die westliche (Schul-)Medizin eher auf das "entweder - oder" ausgerichtet ist.

Die 5 Säulen der TCM sind:

  • Akupunktur
  • Massagen
  • Kräutertherapie (mit mehr als 500 größtenteils pflanzlichen Substanzen)
  • Ernährungslehre
  • Bewegungslehre (Qi Gong und Taiji)

Frau Dr. Brandner geht in ihrem Vortrag auf einige der 5 Säulen der TCM ein:

Akupunktur: Die meisten von uns hatte bereits Kontakt mit Akupunktur. Der Schmerzpunkt "Dickdarm 4" liegt zwischen Daumen und Zeigefinger und ist leicht zu finden. Drückt man diesen fest, so kann man eine Linderung vorhandener Schmerzen erreichen (z.B. Kopfweh). Hat man aber bereits starke Migräne, wird diese Behandlung auch nicht mehr viel helfen. Es gibt inkl. der Punkte am Ohr mehr als 500 Akupunktur- oder Akupressurpunkte am Körper.

Massagen: Die Meridiane verbinden die Akupunkturpunkte am Körper. Das Hauptaugenmerk beim Shiatsu (eine japanische Weiterentwicklung der chinesischen Massage Tuina) liegt im Energieausgleich der Meridiane nach dem Yin-Yang-Prinzip. Blockaden werden durch Dehnungen, Rotationen und Druck mit den Handflächen auf die jeweiligen Meridiane gelöst. Einen akuten Bandscheibenvorfall wird man damit aber nicht erfolgreich behandeln können. 

Kräutertherapie: sie dient der Gesundheitsvorsorge.

Ernährung: Was wir essen hat einen großen Einfluss auf unseren Schlaf, die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit.
Die TCM rät zu einem Frühstück wie ein Kaiser, einem Mittagessen wie ein König und zu einem Abendessen wie ein Bettler. Letzteres ist vielen auch als "Dinner-Cancelling" bekannt.
Am Abend will der Magen nicht arbeiten - der Körper soll und muss sich mit regenerativen Prozessen beschäftigen können. Wenn man am Abend hungrig ist, dann rät Fr. Dr. Brandner, eine Suppe zu essen und empfiehlt bei Schlafproblemen, es einfach einmal auszuprobieren. Der Schlaf sollte merklich erholsamer werden.
Achtung: Blattsalate sind schwerer verdaulich, als viele glauben und eignen sich daher nicht als Abendessen.

Für das Frühstück lautet die Empfehlung:  immer wieder einmal eine Blendn (einen Sterz) in den Speiseplan aufnehmen.
Die Veränderung bei der Ernährung ist nur nachhaltig, wenn man dadurch für sich eine positive Veränderung erfährt.
Was hilft gegen die Frühjahrsmüdigkeit ? Bittere Kräuter in den Salat - alles was so draußen wächst - es ist viel mehr genießbar, als man glaubt.

Eine wichtige Rolle in der TCM spielen Yin und Yang: Yin (Stille und Ausgleich) und Yang (Kraft, Aktivität) sollten im Einklang stehen.
Bei uns sagt man Burn-out wenn jemand kein Yin mehr hat. Zuviel Yang kann man leicht in den Griff bekommen. Zuwenig Yin muss man langsam wieder aufbauen.
Wenn man es einrichten kann, sollte man zu Mittag eine Pause machen - z.B. um ein kurzes Nickerchen zu machen. In einigen Unternehmen wird diese Möglichkeit der Regeneration (Power-Napping) aktiv unterstützt.

Um Überforderung zu vermeiden, sollte man kurze Pausen einführen. Dazu gehört auch, immer wieder tiefe Atemzüge machen - über den ganzen Tag verteilt. Konzentriert man sich für einige Augenblicke auf diese tiefen Atemzüge, entspannt man, führt dem Körper viel Sauerstoff zu und erhöht die Leistungsfähigkeit.

Fr. Dr. Brandner rät, auf seine To-Do-Liste für den Tag nur 3 bis max. 5 Punkte zu setzen. Und bevor man eine neue Aufgabe angeht, 5 tiefe Atemzüge zu machen. 

Mehr Informationen findet man hier:
http://www.qm4you.at/