Ruanda - Artenschutz - Eine Chance und eine Herausforderung

RC Baden

Schwerpunkt: Wirtschafts- und Kommunalentwicklung

Typ: International

Art: Global Grant

Nummer: GG1743402

Teilnehmer

Internationaler Partner: Musanze-Murera (9150)

Projektziel: Wanderausstellung und Multimedia Projekt über Artenschutz in Zusammenarbeit mit dem Rotary Vocational Center in Rwaza, Ruanda (und 2 weiteren Standorten) und dem Rotary Club Musanze-Murera, Ruanda.

Projektbeginn: 01.01.2017

Projektende: 31.03.2018

Budget: 36.000

Währung: Euro (€)

Land: Ruanda, Republik

Ort: Rwaza

Beschreibung:

Ruanda ist weltbekannt für die Berggorillas im Virunga National Park. Ein Großteil der Ruandesen weiss nicht dass es die Berggorillas gibt bzw. hat sie auch noch nie gesehen. Berggorillas und andere faszinierende und bedrohte Tierarten wie Vögel, Säugetiere, Käfer und Reptilien ziehen eine Menge an Touristen an. Eine einmalige Chance für Ruanda Arbeitsplätze zu schaffen.

Berggorillas sind vom Aussterben bedroht. Es gibt nur mehr 880 in dieser spezifischen Region Im Virunga National Park. Der Park liegt an der Grenze zu Kongo und Uganda. Diese Region in ca 2200 bis 4000 Meter Seehöhe ist sehr fruchtbar und der Regenwald bietet einen wunderbaren Lebensraum für die Tiere. Die Menschen rund um den Park verstehen nicht warum sie das Tropenholz des Regenwaldes nicht für ihre Kohle verwenden dürfen, oder warum sie nicht jagen dürfen wie früher, oder warum sie nicht Ackerbau betreiben dürfen in dieser fruchtbaren Region. Noch immer sind der Verlust von Lebensraum, illegals Jagen und Handeln die größte Gefahr für die Berggorillas.

Mittlerweile ist es erwiesen, dass Artenschutz nur erfolgreich bewerkstelligt werden kann, wenn die lokale Bevölkerung rund um die gefährdeten Tiere mit eingebunden ist. Die Unterstützung der Menschen hilft das Überleben der Berggorillas zu gewährleisten. Und die Berggorillas helfen den Tourismus zu etablieren, Arbeitsplätze zu schaffen, Familien zu ernähren und somit den sozialen Frieden zu erhalten und erneuten ethnischen Konflikten vorzubeugen.

Zusammenfassend soll das Projekt

  1. Information verbreiten und die Menschen für das Thema Artenschutz zur Schaffung von Arbeitsplätzen sensibilisieren

  2. Soll Jobentwicklungen im Bereich von Ökotourismus im Nationalpark und Gastronomie sowie alternativen Landwirtschaftsmethoden fördern

  3. Soll soziale Spannungen und ökonomische Konflikte frühzeitig unterbinden und zu einem friedlichen Zusammenleben längerfristig beitragen.

Es soll in Zusammenarbeit mit dem RVC die Bedeutung des NAtionalparks, der Schutz der Tiere und im Besonderen der Schutz der Berggorillas vermittelt werden. Ökotourismus zu den Berggorillas und der Park sind die einzige wirtschaftliche Grundlage in der Region.
Im RVC soll mit Schulklassen und Besuchern Information gegeben werden, die Besucher sensibilisiert werden, Schulungen für alternative landwirtschaftliche Methoden aufgezeigt warden, Diskussionen und Trainings ablaufen.

Das Projekt wird vom Rotary Club Baden und mittels der Rotary Foundation finanziert und gemeinsam mit dem Verein Future4Kids, einer österreichischen NGO, die sich auf humanitärre Projekte in Ruanda spezialisiert hat durchgeführt. Mit dem Musiker Andy Lee Lang wird das nunmehr 4. Benefizkonzert (seit 2007) am 31.3.2017 in Baden durchgeführt um die Basisfinanzierung für das Projekt zu erreichen. 

 

Für das Projekt selbst wird ein wissenschaftliches Konzept von österreichischen und ruandesischen Spezialisten für Biologie und Artenschutz ausgearbeitet (Justin Rurangirwa, Charles Nsabimana, Daniel Niyonsaba, Anton Weissenhofer). Der Schutz der Umwelt mit ökonomischer Verwendung der natürlichen Ressourcen ist eng verbunden mit dem Artenschutz. Beiträge, Texte und Fotos von allen gefährdeten Tierarten, sowie Beispiele von Ökotourismus und alternativer Landwirtschaft werden in englischer und in ruandesischer Sprache kommentiert um einen möglichst breiten Effekt für die ruandesische Bevölkerung sicherzustellen. Es wird ein Begleitfolder sowie eine Multimedia Presentation (DVD) erstellt, damit nach den Trainings, Diskussionsrunden und Vorträgen auch andernorts in den Schulen und Gemeinden die Materialien verwendet werden können.

Das Projekt wird vor Ort von der NGO Future4Kids ausgeführt. Seit 2007 werden verschiedene Projekte rund um Bildung, Erziehung, Artenschutz, Wasser, von Future 4Kids auch zusammen mit Rotary Clubs aus Österreich durchgeführt. 2015 unterstützten Rotary Clubs aus Österreich Future4Kids beim Bau des Rotary Vocational Center, welches der Ort für die erste Station der Ausstellung sein wird.

Der locale Rotary Partner Club wird der Club des Districts 9150 Musanze-Murera sein.Nach den ersten 4 Monaten soll die Austellung nach Kigali auf die Universität für Agriculture übersiedeln und dann in ein Jugendzentrum in Ginseniy. Insgeamt sollen das Programm über 12 Monate laufen um möglichst viel Menschen in Ruanda zu erreichen. Der Gesamtrahmen des Projekts wird sich auf 36.000.-€ belaufen. 

Downloads:

Kontaktperson: Dr. Christian Simhandl

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