Gewaltprävention und Soziales Kompetenztraining

RC Liezen-Rottenmann

Schwerpunkt: Soziales

Typ: Lokal

Art: District Grant

Teilnehmer

Clubs: RC Liezen-Rottenmann (1910), RC Schladming (1910), RC Ausseerland (1910), RC Schwandorf (1880)

Distrikte: 1910, 1880

Projektziel: Ausweitung des bestehenden Angebotes und Sicherstellung der Nachhaltigkeit im Kinderschutz-Zentrum Liezen

Projektbeginn: 27.02.2018

Projektende: 31.05.2019

Budget: 20.000

Währung: Euro (€)

Land: Österreich

Ort: Liezen

Beschreibung:

A. Gewaltpräventionsprojekt im Kinderschutz-Zentrum Liezen
Bereits in den Jahren 2016-2017 konnte das Kinderschutz-Zentrum Liezen mit Unterstützung des Spendengeldes von Rotary Gewaltpräventionsprojekte in Schulklassen erfolgreich durchführen. Die inhaltlichen Schwerpunkte des Angebotes umfassten drei Bereiche:
•  Gewaltprävention bei Kindern
•  Weiterbildung für PädagogInnen
•  Weiterbildung für Eltern in Form von Vorträgen und Workshops
Mit den zur Verfügung gestellten finanziellen Mitteln konnte in Schulklassen aus dem Bezirk Liezen Grundlagenarbeit geleistet werden. Die positiven Rückmeldungen seitens der genannten Zielgruppen hinsichtlich Qualität und Effektivität des Projektes, sowie der immer steigenden Nachfrage bezüglich des Angebotes zeigen, dass weiterer und flächendeckenderer Handlungsbedarf besteht. Wir konnten uns von der Qualität des Projektes überzeugen und wollen nunmehr einen flächendeckenden Ausbau umsetzen und nachhaltig implementieren.
 
Ausweitung des bestehenden Angebotes auf weitere Volksschulen
Das Angebot für SchülerInnen umfasst je nach Bedarf drei bis sieben Termine an Vormittagen und findet in den Schulen vor Ort (im Bezirk) mit je einer Klasse statt. Inhaltliche Schwerpunkte liegen dabei auf der Gewaltprävention im schulischen Kontext (Konfliktlösung, Umgang mit Grenzen, ...), sowie auf Prävention in Bezug auf sexuelle Gewalt. Die Inhalte werden in Form von Workshops mittels interaktiven sowie sozialem Lernen vermittelt.
Für PädagogInnen wird ein Vortrag zum Thema Gewaltprävention, sowie ein monatlicher Fachaustausch zum Thema umgesetzt. Auch besteht die Möglichkeit Supervision zu diesem Thema in Anspruch zu nehmen.
Eltern werden an speziellen Workshops, Vorträgen und Informationsveranstaltungen zum Thema teilnehmen.
 
B. Soziales Kompetenztraining im Kinderschutz-Zentrum Liezen
Zur Förderung der sozialen Kompetenzen für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 10 sowie zwischen 10 und 14 Jahren ist in einzelnen Fällen ein intensiver Prozess notwendig. Auch hierbei zeigt sich eine immer mehr steigende Nachfrage, zum einen von Seiten der Eltern oder Kinder und Jugendlichen selbst, zum anderen seitens anderer Helfersysteme (z.B.  Lehrkräfte, SozialarbeiterInnen, SchulpsychologInnen). Bei der genannten Zielgruppe, handelt es sich um Kinder und Jugendliche mit speziellem Förderbedarf im Bereich soziale Kompetenzen, weshalb sie ins Kinderschutz-Zentrum Liezen überwiesen bzw. zum Gruppenangebot angemeldet werden.
Das Angebot umfasst insgesamt sechs Termine zu je 90 Minuten und wird in Form eines interaktiven Workshops mit maximal 8 TeilnehmerInnen pro Gruppe abgehalten. Durch die gezielte Zuweisung und die bestehenden Vorinformationen aufgrund von vorausgehenden Anamnesegesprächen ist es den MitarbeiterInnen des Kinderschutz-Zentrums Liezen möglich, klientenorientiert zu arbeiten und auf Gruppenprozesse gezielt einzugehen.
Das Konzept des Sozialen Kompetenztrainings setzt dabei folgende Themenschwerpunkte:
•  Erkennen von Emotionen, Emotionsausdruck, Emotionsregulation
•  Ressourcenaktivierung
•  Stärkung der Selbstwirksamkeit
•  Stärkung des Selbstwerts
•  Umgang mit Konflikten, Vermittlung von Konfliktlösestrategien
•  Umgang mit Grenzen (eigene Grenzen einfordern, Grenzen einhalten)
•  Anwendung von Entspannungsverfahren
•  Reflexion eigener Handlungen sowie Erarbeitung von Handlungsalternativen
•  Vermittlung von aggressionsabbauender Strategien
 
2.  Wo und mit wie vielen Kindern (Familien) tritt unser Projekt in unserer Region in direkten Kontakt:
 
Mit Unterstützung des Spendengeldes von Rotary wird das Kinderschutzzentrum im Bezirk Liezen (Schladming bis Wald am Schoberpass bzw. Altaussee bis Landl) Gewaltpräventionsprojekte an ca. 10 Schulen mit ca. 20 Klassen und 400 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 6 und 14 Jahren sowie 20 LehrerInnen erfolgreich durchführen. Zählt man den Familienkreis (Eltern, Großeltern, Geschwister) um die SchülerInnen dazu, so können rund 2.000 Multiplikatoren mit dem Projekt erreicht werden.
 
Zusätzlich werden auch noch ca. 50 Kinder in zwei Gruppen (6-10 Jährige und 10-14 Jährige) "soziales Kompetenztrainig" betreut. Dieses Training wird mit TeilnehmerInnen aus dem gesamten Bezirk Liezen durchgeführt.

Nachhaltigkeit:

Sicherstellung von Nachhaltigkeit

Angebot für SchülerInnen:

Um Nachhaltigkeit, sowie eine Internalisierung des Gelernten bei den SchülerInnen zu ermöglichen, ist eine intensivere Auseinandersetzung mit der Thematik von großer Relevanz. Konkret bedeutet dies ein Anknüpfen an bisher vermittelte Inhalte, um eine bewusste Umsetzung in den Alltag zu ermöglichen. Dafür benötigt es kontinuierliche, längerfristige präventive Maßnahmen, im besten Fall jährlich in Form eines Workshops von der ersten bis zur vierten Schulstufe. Wir sichern damit das in den letzten beiden Jahren begonnene. Darüber hinaus gibt es bereits Gespräche mit Förderträgern für eine Fortsetzung auf unbestimmte Zeit. Rotary ermöglicht somit ein bisher nicht da gewesenes Angebot und unterstützt die dauerhafte Implementierung.

Angebot für PädagogInnen:

Zum einen ist in der täglichen Arbeit mit SchülerInnen ein Bewusstsein für die Komplexität und Vielschichtigkeit der Thematik unerlässlich, zum anderen ist für die Prävention von und den Umgang mit Gewalt eine umfassende Schulung der Lehrkräfte von zentraler Bedeutung, da nur so ein adäquater und unmittelbarer Umgang bei der Konfrontation mit Gewalt möglich ist.

Gut geschultes Personal hat die Möglichkeit, unmittelbar und situationsspezifisch zu intervenieren und gemeinsam mit den SchülerInnen an dem Gelernten zu arbeiten, zu festigen und in den Alltag zu übertragen. Basierend auf unseren bisherigen Erfahrungen soll der Schwerpunkt in der Arbeit mit den Lehrkräften künftig vor allem auf dem Erkennen und den Umgang mit Gewalt und Mobbing unter SchülerInnen gesetzt werden.

Angebot für Eltern:

Da Gewaltprävention im besten Fall in der Erziehung beginnt, ist dem Kinderschutz-Zentrum Liezen die Schulung von und die Informationsvermittlung für Eltern ein großes Anliegen. Die bisherige Erfahrung hat gezeigt, dass bei vielen Eltern in diversen Belangen große Unsicherheit herrscht und zusätzlich zum bestehenden Angebot umfassendere Aufklärung unabdingbar ist.

Nachhaltigkeit ist nur durch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt und Gewaltprävention auf allen drei Ebenen möglich. 

Url: www.kinderschutz-zentrum.com/

Kontaktperson: Pichler Franz

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