Rotary hilft bulgarischen Spitälern

Die osteuropäischen Länder konnten in den letzten Jahren sehr stark in ihrer Infrastruktur und im Wohlstand aufholen, dennoch tauchen punktuell immer wieder Thematiken auf, die bislang nicht auf der Agenda der Hilfsbemühungen standen, und in denen es daher noch starken Nachholbedarf gibt.

Dazu gehört unter anderem die Ausstattung mit medizinischen Geräten in bulgarischen Krankenhäusern, die nicht unbedingt in einem Ballungsgebiet wie Sofia oder Plovdiv liegen. Daher ist es umso erfreulicher, dass es Initiativen gibt, die die Umstände besonders in diesen kleineren Spitälern verbessern wollen.

Auf Initiative von drei österreichischen Rotary Clubs, dem RC Korneuburg (Werner Kilian und Gattin Rali), dem RC Klosterneuburg (Gerhard Loschnigg), und besonders dem RC Oberes Murtal (Dr. Christoph Sippel mit Gattin Nora, die dankenswerterweise die Beschaffung übernahmen) konnten ausgemusterte medizinische Geräte aus dem Krankenhaus Judenburg im Zeitwert von 40.000 Euro an drei bulgarische Spitäler in Razgrad, Shumen und Targovistsche übergeben werden. Darunter waren nicht nur Diagnosegeräte, sondern auch Hilfsmittel für das tägliche Leben, wie beispielsweise Rollatoren, vertreten. Der Transport wurde von der Transportfirma Jöbstl Bulgarien und mit Spenden von Privaten durchgeführt.

Die Geräte trafen am 3. September in Bulgarien ein, wurden im Krankenhaus von Razgrad, der Hauptstadt des Ludogorie freudig entgegengenommen und auch an die anderen Regionalspitäler verteilt. Federführend für die Organisation hinter den Kulissen waren die Freunde des RC Korneuburg (Gottfried Schiessel, Günther Greindl und Kurt Artlieb) und des RC Sofia International in Person von Rumen Rusinov vor Ort. Die Dankbarkeit der bulgarischen Ärzte war grenzenlos und es gab für das Team ein Erinnerungsgeschenk in Form eines Steines mit dem Stadtturm von Razgrad. Die Schenkung wurde ordnungsgemäß mit einem Schenkungsvertrag dokumentiert.

Über die Aktion hat auch das bulgarische Regionalfernsehen sowie die regionale Presse berichtet. Dieses länderübergreifende Projekt hat gezeigt, wie die internationale Zusammenarbeit von Rotary nicht nur mit den großen weltweiten Projekten, sondern auch mit kleinen regionalen Projekten die Situation der Menschen verbessern kann.

Wenn es möglich ist, wird die Aktion in Kürze mit weiteren ausgemusterten Spitalsgeräten weitergeführt.

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