Neue Ideen im Dialog

Neue Ideen im Dialog

Ein Highlight, diese neue Form eines Berufsdienst Workships. Über fünfzig Teilnehmer können daher nicht nur aus den Erfahrungen von Berufsdienstprogrammen lernen, sondern in nachgesetzten Fragerunden in die jeweilige Tiefe gehen. Gov. Elmar Marent (Dornbirn) begrüßt eingangs alle und Past-Gov. Jürgen Auckenthaler (Innsbruck-Goldenes Dachl) zeichnet als Distrikttrainer für den Ablauf verantwortlich.

Past-Gov. Klaus Schredelseker (Innsbruck) als Distriktbeauftragter für den Berufsdienst weiß, dass neun von zehn Mitgliedern der Kernkompetenz dieses Dienstes ihre volle Zustimmung geben, weil darin ein besonderes Potential und die Ur-Idee von Rotary stecken. Bestens ausgeübte Berufe im Clubumfeld bringen geeignete neue Mitglieder, Mitglieder als erfolgreiche Berufsträger geben ihre Kenntnisse zum Nutzen der Wirtschaft ab, motivieren die Jugend in Berufsmessen und üben eine Vorbildwirkung auf die ganze Gesellschaft aus. Mindestens ein Clubvortrag im Monat sollte aus der Berufswelt kommen, speziell Eigenvorträge sind wünschenswert. Zur Frauennichtaufnahme aus Berufsgründen gibt es keine Alternative, da alle Berufe Frauen offenstehen und von ihnen ausgeübt werden.

Past-Gov. Rudolf Lachenmann, Berufsdienstbeauftragter im deutschen Distrikt 1830, kommt als im Laufe seines Berufslebens geschulter Unternehmer auch der Frage des Respektes zu den Mitarbeitern näher, gleich ob es sich um Arbeiter und Angestellte handelt. Es spricht von Mentoring beim ersten Anlauf zum Beruf als Lehrling oder Student, gerade auch mit Migrationshintergrund, und davon, die Technikfeindlichkeit zu bekämpfen, weil es hier an Berufseinsteigern mangelt. Und ob man nicht auch junge Berufstätige um die Dreißig in Clubs aufnehmen kann, wenn man in sie eine gewisse Erwartung setzt.

MMag. Sophie Wiesinger (Fachhochschule Steyr), welche den Gruppenstudienaustausch in Indien letztes Jahr mitgemacht hat, lässt ein internationales Berufsbild entstehen. Dabei kommen gesellschaftlich-kulturell-religiöse Unterschiede zum Tragen, welche man nicht nur durch eigene Eindrücke im Ausland, sondern auch im Gespräch mit Trägern von Berufen und Unternehmen dort vermittelt bekommt.

Zuletzt geht es um die Stärkung von jungen, in den Beruf eintretenden Persönlichkeiten, welche Rot. Karin Bauer (Innsbruck-Alpin) und Rot. Herbert Bauer (Innsbruck-Goldenes Dachl) bereits von 2007 bis 2010 viermal in einem RYLA-Seminar verfolgt haben. Das Individuum und in der Gruppe mit komplexen Situationen zu konfrontieren, zu kommunizieren, seine persönliche Performance zu verbessern und Konfliktlösungen anzubahnen, waren Themen, die im Frühjahr 2013 in einem neuen Seminar erneut aufgenommen werden.

Die weitgespannte, jeweils den Vorträgen folgende und gleichlange Diskussion bringt bereits genauso gelebte Beispiele wie neue Vorstellungen zum Berufsdienst. Gerade mehr Lehrlinge einzubinden, mit Migrationshintergrund und im interkulturellen Bereich, die Austauschschüler einzubeziehen, auch Schüler der neuen Mittelschule und Hauptschule zu fördern, um sie mehr dem Handwerk und Gewerbe zuzuführen, sie sowohl kaufmännisch als handwerklich auszubilden, sind einige der wichtigsten Anregungen. Bei der Neuaufnahme die Vielfalt der Berufe nützen, sogenannte "Leuchttürme", also Berühmtheiten im Beruf, nur mit Vorsicht einbringen, aber mehr Handwerker und Gewerbetreibende, "offen sein für Menschen mit Führungsqualität und Herzensbildung" (Past-Gov. Julius Stiglechner, Linz-Süd), gehören zu den anstrebenswerten Ziele im Berufsdienst.

Irgendwann die provokante Frage: Gibt es Berufe, die es bei Rotary nicht gibt. Natürlich wird das Beispiel der Hausfrau erwähnt, welche dann als Haushaltsmanagerin durchgeht. Aber ein Facharbeiter? Vielleicht am Beginn seines Berufslebens, der dann erst als gestandener Handwerker aufgenommen wird, doch kaum oder gar nicht in Ausübung seiner ersten Stellung im Beruf.

Wir verwenden Cookies, um diese Webseite zu betreiben und Ihre Benutzerfreundlichkeit zu verbessern.
Akzeptieren und Fortfahren