Erste Bilanz der Hochwasserhilfe

Hochwasserkatastrophe in Niederösterreich: D 1910 stellt mehr als € 100.000.- für Direkthilfe auf die Beine und zur Verfügung!

Die bedrückenden Bilder gingen im Juni 2013 durch alle Medien: Niederösterreich war wieder einmal,  erst elf Jahre nach der Katastrophe von 2002, von einem "Jahrhunderthochwasser" betroffen.

Der Distrikt 1910, in dem ja einige Clubs direkt in den betroffenen Regionen entlang der Donau beheimatet sind (Waidhofen/Amstetten, Melk, Krems-Wachau, Tulln, Korneuburg), reagierte sehr schnell. (P)DG Herbert Ederer rief zu einer Spendeninitiative auf, AG Fritz Lošek koordinierte die Aktivitäten in NÖ, die Clubs sondierten die Lage vor Ort und machten Vorschläge für gezielte Unterstützung, Peter Roessler übernahm die finanzielle Abwicklung über das spendenbegünstigte RÖF-Konto - und die Rotarierinnen und Rotarier spendeten, über die Clubs und viele auch persönlich. Und wie: Schon im Juli konnten die ersten 50.000 Euro an besonders in Mitleidenschaft Gezogene in fünf Gemeinden des Bezirks Melk überwiesen werden. Federführend war hier der RC Melk mit PP Ulrike Diernegger und Präs. Alfred Raderer.
Die " Niederösterreichischen Nachrichten" berichteten in ihrer Ausgabe 30/2013 groß von der Melker Initiative

Drei Prinzipien (durchaus unseren Fragen nach Wahrheit, Fairness und dem Gemeinwohl entwachsen) wurden und werden bei der Vergabe von Unterstützung rigoros umgesetzt. Die Rotary-Clubs vor Ort sprechen mit den zuständigen Behörden und Institutionen (wie Pfarren), um den Grad der Bedürftigkeit abzuklären und Doppelgleisigkeiten bei den finanziellen Unterstützungen (z.B. durch das Land) zu vermeiden. Dann wird mit den Betroffenen direkter Kontakt aufgenommen, es werden auch die Schäden taxiert. Und nach Vorschlag der Clubs und Freigabe durch den "Erfüllungsgehilfen" Fritz Lošek erfolgt die Überweisung der rotarischen Gelder ohne Zwischenschaltung direkt auf die Konti der Betroffenen.

In dieser Form umgesetzt wurden auch zwei Projekte, für die der RC Krems-Wachau in Person von Präs. Christian Gmeiner Pate stand. In der Wachau war ein junges Ehepaar mit zwei kleinen Töchtern besonders betroffen. Vor dem Beginn der kalten Jahreszeit müssen sich die "Häuselbauer" noch ohne Heizung in den vom Wasser stark in Mitleidenschaft gezogenen Haus durchschlagen. Hier wurden spontan € 20.000.- zur Verfügung gestellt. Einem über die Hilfe hinausgehenden Aspekt wurde beim zweiten Projekt Rechnung getragen. In St. Lorenz ist eine Wohnanlage direkt an den spätantiken römischen Wachtturm ("Burgus") angebaut. Hier verursachte das Hochwasser auch Schäden an der alten Bausubstanz. Die finanzielle Hilfe dient also nicht nur der Instandsetzung von Wohnraum, sondern hat auch einen kulturhistorischen Aspekt.

Das dritte Großprojekt entlang der Donau betreut der RC Korneuburg in Gestalt von PP Karl Wendy. Dort werden die besonders betroffenen und finanziell schwachen Mitglieder des Kleingartenvereins, dessen Hütten und Gärten von der Flut devastiert wurden, mit einer individuell festgelegten Summe - insgesamt sind € 20.000.- präliminiert - in den nächsten Tagen unterstützt werden.

Fazit: 100.000 Euro konnten unbürokratisch und bedarfsorientiert an mehrere Dutzend Betroffene entlang der Donau überwiesen werden. Noch immer treffen Spendengelder ein, so dass Kleinspenden noch bis Projektende im Dezember 2013 möglich sind.

Rotary Österreich Projektverein
Projekt "Katastrophenhilfe Steiermark"

Konto: 33-05.154.505
BLZ: 32000

IBAN: AT92 3200 0033 0515 4505
BIC: RLNWATWW

Festzuhalten ist aber auch, dass zahlreiche Clubs sowie auch Rotarierinnen und Rotarier zum Teil namhafte Summen auch direkt und persönlich an Geschädigte überwiesen haben. Es ist daher davon auszugehen, dass das Gesamtspendenvolumen des Distrikts 1910 die 100.000er Grenze bei weitem überschritten hat!

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